[ Starnberger Merkur, 01.03.2000 ]
Anmerkung von Florian Maier: Leider stimmen in diesem Artikel nicht alle Angaben. Es ist dem Autor aber kein Vorwurf zu machen. Ich nehme diesen Artikel nur zum Anlass, einige immer wieder auftretende Fragen zum allgemeinen Verständnis zu klären:
  • Die vorliegende Arbeit ist in dem Sinn keine Fortsetzung meiner Jufo-Arbeit 1998. Ich bin nur 1997 bei den Recherchen zu meiner `98ger Arbeit auf eine interessante Versuchsanordnung eines gewissen Eadweard Muybridge gestossen: Der Fotograf wollte 1878 fotografisch beweisen, daß es Phasen bei einem galoppierenden Pferd gibt, bei dem das Pferd alle 4 Hufe vom Boden abhebt; dazu stellte er 24 Fotokameras in Reihe und ließ diese nacheinander durch Reißleinen vom Pferd auslösen; als er die Fotos nach Versuchsabschluss begutachtete, waren tatsächlich Fotoaufnahmen dabei, die seine Theorie bestätigten. Spielte er die Fotos nacheinander ab (ähnlich einem Daumenkino) so entstand dabei sozusagen der erste Film... Ich dachte mir: Was passiert denn, wenn man die Fotos nicht nacheinander, sondern gleichzeitig machen würde, und zwar genau in dem Moment, wenn das Pferd alle 4 Hufe vom Boden abhebt: Dann könnte man sich beim anschließenden hintereinanderfolgenden Abspielen der Fotos ja um ein wie schwebend wirkendes Pferd bewegen... Und genau diese Idee verwirklichte ich dann 2 Jahre später mit Kurzzeitaufnahmen. Das Besondere an 'Frozen Reality' ist also die Kombination der Idee mit mehreren Kameras etwas aufzunehmen mit Ultrakurzzeitfotografie.

  • Somit ist 'Frozen Reality' auch nicht der "Matrix-Effekt", wie viele Leute auf den ersten Blick meinen. 'Frozen Reality' will nämlich keine Super-Slow-Motion-Aufnahmen (so wie 1878 bei Muybridge) erzeugen, sondern einen einzigen Moment einfrieren! Des weiteren sind die 'Frozen Reality'-Aufnahmen alle reale Aufnahmen und keine virtuell erzeugten!

  • Die Aufnahmen entstehen alle zum gleichen Zeitpunkt (und nicht zu verschiedenen!). Sonst könnte man ja die Zeit nicht "einfrieren"!

  • Der Kameraschwenk, der entsteht, wird nicht automatisch zu einem Rundumfilm. Das hängt von der Aufstellung der Kameras ab; d.h. wenn ich nur einen Winkel von 90° mit Kameras bestücke, dann wird der Kameraschwenk auch nur über 90° gehen...

  • Ich bin nicht als Informatiker bei einem Unternehmen angestellt; ich habe lediglich bereits mehrere Werbefilme mit meiner Videoproduktionsfirma Multimedia Productions für das Softwareunternehmen DocuWare produziert...

Ich hoffe, etwas zum allgemeinen Verständnis beigetragen zu haben, und bitte, diese Korrekturen nicht als negativ zu werten. Ich bin grundsätzlich über alle Fragen dankbar, weil sie das Verständnis für die 'Frozen Reality' fördern. Somit nochmals vielen Dank an alle, die sich mit meiner Idee beschäftigen und sie verbreiten, sei es via Presse oder über persönliche Fragen...